Eine riesige Stockente am Polizeiposten in Brunnen
Seit dem Herbst 2025 ist die Stockentenfamilie aus dem Leewasser im Pärkchen beim Polizeiposten nicht mehr allein. Ein rieseiges Mural eines Artgenossen prägt nun die Wand hinter dem Trinkwasserbrunnen.
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Dieses Mural entstand im Rahmen des Carla-Bellone-Vergabefonds und befindet sich an einer Aussenwand des Polizeipostens in Brunnen, direkt angrenzend an ein kleines, öffentliches Pärkchen. Der Ort ist bewusst gewählt: Zwischen Wohnhäusern, Sitzbänken und einem Trinkwasserbrunnen entsteht hier ein ruhiger Übergangsraum – ein Ort des Verweilens, Beobachtens und Innehaltens.
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Das Motiv zeigt eine einheimische Stockente, die gerade ins Wasser eintaucht. Die Szene ist ruhig, fast beiläufig – und genau darin liegt ihre Stärke. Denn das Bild greift eine reale Begebenheit auf:
Jeden Herbst kommen die Enten aus dem angrenzenden Leewasser in dieses Pärkchen, um nach Futter zu suchen. Für Anwohnende und Passanten ist dies ein vertrauter Anblick, ein wiederkehrendes kleines Naturereignis mitten im Alltag.

Im Hintergrund ist ein Graffiti-Schriftzug „SOBE“ integriert. Er fungiert nicht als dominantes Element, sondern als zweite Ebene: eine Verbindung zwischen urbaner Bildsprache und gegenständlichem Motiv. So treffen Street Art und Naturdarstellung aufeinander – zwei Welten, die im öffentlichen Raum oft getrennt wahrgenommen werden, hier jedoch selbstverständlich koexistieren.

​​​​​​​​Ein besonderer Dank gilt der verstorbenen Carla Bellone, welche ihre Wohnung an die Gemeinde vererbt hat. Sie forderte, den Erlös des Wohnungsverkaufs in die Verschönerung des Dorfes zu investieren. Dank dieser großzügigen Geste konnten diese Wandbilder realisiert und unsere Gemeinde auf kreative Weise bereichert werden.

